

Anfang Mai starteten 14 gut gelaunte junge Frauen zwischen 20 und 35 Jahren zu einer 4-tägigen Parisreise. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde am Münchner Hauptbahnhof belegten wir unsere Plätze und genossen die Bahnfahrt, bei der es nicht nur gute Gespräche und viel zu lachen gab, sondern, als die deutsch-französische Grenze überfahren wurde, auch noch Sekt und Erdbeeren.
In Paris stürzten wir uns sofort in die Metro und fuhren zu unserem Quartier der „Défap“, einer evangelischen Missionsgesellschaft. Wir kamen in einem tollen Altbau unter, in renovierten Zimmern mit Kamin und Blick auf den von blühenden Kastanien gesäumten Boulevard. Nachdem wir das Haus und den wunderschönen, verwilderten Garten besichtigt hatten, machten wir uns noch am selben Abend zu unserer ersten Erkundungstour auf. Wir genossen es, die breiten Boulevards entlang zu flanieren, um uns dann in den kleinen Gässchen der Ile-St.Louis und der Ile-de-la-Cité zu verlieren und schließlich Notre-Dame zu besichtigen. Danach ging es weiter zum Hôtel de Ville, dem Centre Pompidou und der kleinen gotischen Kirche St. Méri, in der wir zufällig zum Abendgebet der Gemeinschaft St. Egidio stießen. Zurück in unserer Unterkunft stärkten wir uns mit einer warmen Suppe und verschiedenen französischen Käsesorten...
Am Freitagmorgen wurden wir von Marc Mueller, einem Hauptamtlichen der Défap, über die Geschichte und Aufgaben der Missionsgesellschaft informiert und auch wir stellten den CVJM München vor. Unser Gespräch war von einer großen Offenheit und Herzlichkeit gekennzeichnet und fand mit einem gemeinsamen Gebet ein gutes Ende.
In den folgenden Tagen unternahmen wir gemeinsam Stadtbesichtigungen (Eiffelturm, Champs-Elysées, Louvre, Quartier-Latin, Marais, Bastille, Montmartre...) und lernten Paris und seine Geschichte durch seine Monuments historiques kennen. Immer wieder gab es Zeiten, in denen wir uns in kleine Gruppen aufteilten, um Paris je nach Gusto zu genießen: Es gab die Shoppingfraktion, die Flaneure, die Café-Fans, diejenigen, die sich in unserem Garten mit einem guten Buch erholten...
An einem Abend gingen wir zusammen in den Gottesdienst der Pariser Hillsong-Gemeinde und sprachen anschließend bei einem Glas Wein in unserer gemütlichen Wohnküche über die Vielfalt christlicher Frömmigkeit. Am Morgen nahmen wir uns in der Hauskapelle Zeit für eine kurze Andacht mit Lobliedern. Die Themen lieferten viel Gesprächsstoff und schnell kam man auf die wesentlichen Dinge des Lebens – wir redeten ehrlich miteinander und beteten füreinander. Wir erkannten und respektierten, dass wir zum Teil ganz unterschiedlich in unseren Vorlieben, Bedürfnissen und Persönlichkeiten waren. Trotz oder auch gerade deswegen hatten wir unglaublich viel Spaß miteinander, was man uns wohl auch ansah – zumindest wurden wir nicht nur ein Mal auf die Tatsache angesprochen, warum so viele nette Mädels denn alleine in Paris Urlaub machten. Wir genossen die Zeit, das traumhafte Wetter, die Stadt Paris, das leckere Essen und konnten uns richtig gut erholen. Auch wenn die Heimfahrt auf Grund einer mehrstündigen Verspätung so manche Nerven kostete, kamen wir schlussendlich zu einem kostenlosen, netten Imbiss im „TGV“ und ab München dann per Taxi sicher nach Hause. Au revoir!
Anne Ochsenbauer