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Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. (Mt 25,39)

Das Ende der Welt
Jesus spricht über das Ende der Welt. Er redet von Schafen und Böcken - vom Jüngsten Gericht. Es gibt viele Legenden um die letzten Stunden der Zeit. Daher schauen wir uns hier einmal eine Facette an.

Der Vers (Mt 25,35) ist ein Teil der sogenannten Endzeitreden von Jesus (Mt 24-25). In diesem Abschnitt vergleicht Jesus das Ende der Welt mit Ereignissen aus dem Alltag vor 2000 Jahren.

1. Schafe und Böcke.
Nach dem alle Menschen und Nationen vor Gott getreten sind, teilt er sie in 2 Gruppen. Die einen auf der rechten Seite sind wie Schafe, die anderen auf der linken Seite wie Böcke.
Die Schafe auf der rechten Seite lobt er. Als Gott hungrig war, gaben sie ihm zu essen, als er krank war, habe sie ihn besucht, als er in der Fremde war, haben sie sich um ihn gekümmert.

Die Böcke haben das alles nicht getan. Deshalb sagt er: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Harte Worte.

2. Wann war Gott krank?
Verwunderung macht sich breit. Gott war hungrig, krank und allein? Wann ist denn das passiert? Wieso soll ich dabei gewesen sein? Hoffentlich hat‘s ihm geschmeckt.
Die peinliche Stille löst Gott auf. Er sagt: Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan. Oder auch: Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern nicht getan habt, das habt ihr mir nicht getan.

Jetzt macht es Sinn. Gott ist nicht der, der hoch oben im Himmel ist. Er ist hier bei den Menschen. Er liebt sie und kümmert sich um sie. Er nimmt sich ihrer Lasten an und hilft ihnen, es zu tragen. Und... er beruft Christen, sich seinem Auftrag anzuschließen. Hungrigen Essen zu geben, Kranke zu besuchen und zu versorgen, Fremden eine Heimat zu bieten. Sie dienen nicht nur den Bedürftigen, sondern gleichzeitig Gott.

3. Kann man sich den Himmel verdienen?
Das ist seltsam. Es scheint als könnte man sich den Himmel verdienen. Jeden Tag eine gute Tat und schwups ist man drin. Wer genau hinschaut, stellt fest, dass Jesus aber noch mehr sagt. Besonders in der sogenannten Pharisäer-Rede (Mt 22-23) macht er deutlich: Es geht darum Gott zu vertrauen. Zu sagen: Du bist mein Herr und mein Gott. Leite mein Leben an. Ich vertraue dir. Den Himmel kann man sich nicht verdienen. Jesus bietet ihn an: Vertrau mir im Leben und im Sterben und ich werde dich in meine Herrlichkeit führen.

4. Doch warum dann die Trennung von Schafen und Böcken?
Zwei Kapitel (Mt 22-23) hat Jesus deutlich gemacht: Es geht um Glauben, Vertrauen, Hoffnung und seine Kraft. Damit seine Zuhörerschaft nun nicht von der anderen Seite des Pferdes fällt, schließt er zwei Kapitel (Mt 24-25) an die sagen: Dein Glaube hat Früchte. Nutze die Gaben, die ich dir gegeben habe. Die Schöpfung ist gut. Genieße sie. Ich habe sie dir in Verantwortung gegeben. Probier dich aus. Sei kreativ. Verbreite Glauben, Vertrauen, Hoffnung und meine Kraft. Diene anderen.

Ganz praktisch
Ich bin einer von 4 Leitern einer Jugendgruppe des CVJM München. Wir fragen uns: Was begeistert 13-15jährige? Wie können wir sie in ihrer Entwicklung und ihrem Glauben unterstützen? Wir haben uns ein neues Konzept überlegt: Zwei Mal im Monat gibt es etwas „Abgefahrenes“ für unsere Jungs (Bobby-Car-Rennen vom Olympiaberg, Rugby mit Wasser im Mund, etc.). Einmal im Monat  heißt es „Bibel intensiv“. Hier können Sie ihre Fragen los werden. Dabei gehen wir vertieft Fragen des christlichen Glaubens nach. Den vierten Freitag im Monat helfen wir Bedürftigen, z.B. der Heilsarmee, indem wir ihren Gottesdienst-Raum streichen. So sollen sie erfahren: Christsein ist beides Glauben, Vertrauen und anderen helfen. Bei beidem ist Jesus derjenige der uns antreibt und die Kraft dazu gibt.

Was heißt das für deine Jugendgruppe, Gemeinde oder dein persönliches Leben?

Ihr
Fabian Mederacke

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