


Kathrin Hartmann ist Jahrgang 1980 und arbeitet seit 2001 beim privaten Radiosender Antenne Bayern in Ismaning bei München. Angefangen hat sie dort ursprünglich im Bereich Marketing, Werbung und Event, im Jahr 2005 wechselte sie dann in die Musikredaktion des Radiosenders. Seit Dezember 2006 verfasst die Dipl. Kommunikationswirtin (BAW) den monatlichen
Musiktipp für die Homepage des CVJM München. Sie engagiert sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit des CVJM und gehört unter anderem zum Leitungsteam für das
Jugendevent myPlanet. Aus ihrer Leidenschaft für gute, christliche Musik macht die 27jährige beruflich wie privat kein Geheimnis.
Da ich nicht an Zufälle glaube, muss es wohl etwas anderes sein. Berufung könnte stimmen. Denn mein Beruf als Musikredakteurin macht mir Spaß und ich sehe einen Sinn darin. Typisch war mein Weg zur Musikredakteurin aber nicht. Ich wusste nie, wohin es für mich gehen wird. Aber mir war immer klar, dass ich Gott habe, der voran geht.
Jeder Tag sieht anders aus. Ich plane im Wechsel mit meinen Kollegen die Musik, die man im Radio hört. Ich schreibe die Musiknews für unsere Moderatoren zusammen, kümmere mich um die Marktforschung und höre natürlich sehr viel neue Musik an.
Ja, ein paar Sternchen durfte ich schon treffen. Die lustigste Begebenheit hatte ich mit Jon Bon Jovi. Meine Fragen haben dem Herrn von der Plattenfirma nicht gepasst. Aber Mr. Bon Jovi grinste, winkte ab und sagte zu mir: „It’s your time baby. Go on!“. Und dann durfte ich weiter fragen.
Dahinter steckt der Wunsch, christliche Musik zu kultivieren. Aktuelle Musik, die eine Botschaft hat und qualitativ so gut produziert ist, dass man sie nicht verschweigen sondern empfehlen sollte.
Ja, ich finde schon. Und dabei möchte ich mich selbst nicht ausschließen. Wer hört sich die Texte der Songs schon ganz genau an und entscheidet erst dann, ob er die Musik weiterhin hören möchte? Kaum jemand nimmt sich die Zeit dafür. Dabei würde es sich lohnen, dem Ohr und der Seele zuliebe einen Filter einzubauen. Wenn man eine bestimmte Botschaft lange genug hört, egal ob bewusst oder unbewusst, verinnerlicht man sie möglicherweise.
Sich mit den Interessen der Kinder beschäftigen ist immer gut! Aber der Schritt darf ruhig noch weiter gehen. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Medien muss unbedingt eingeübt werden. Das schaffen Kinder noch nicht alleine. Dabei ist es natürlich hilfreich, das Musikangebot zu kennen. Einen schönen Überblick gibt die christliche Musikplattform
www.sound7.de im Internet.
Mein Musikgeschmack ist abhängig von der Stimmung. Wenn es mal ruhig zu gehen soll, höre ich entspannende Balladen. Beim Kochen brauche ich Multikulti-Musik. Und beim Putzen darf es gerne rockig zugehen. Die beste Partylaune bekomme ich bei HipHop.
Ich verzichte sehr gerne auf Musik, die meiner Seele schadet. Horror und Demütigung ist weder Unterhaltung noch Vergnügen für mich.
Komisch. Musik darf bei mir fast immer laufen. Gerade wenn ich im Büro den ganzen Tag lang neue Musik gehört habe, freue ich mich auf meine Lieblingslieder, die ich in der U-Bahn auf dem iPod höre.
Beim Kochen. Wenn ich Gemüse schnibble und so vor mich hin brutzel, entspanne ich am besten. Besonders mag ich es, frei nach Gefühl und ohne Rezept zu kochen. Dabei kommen manchmal lustige Gerichte raus. Zum Glück finden sich immer wieder Freiwillige, die zu Besuch kommen und Versuchskaninchen spielen.
Ich würde gerne rund um den Globus eine hundertprozentige Bestandsaufnahme machen, die alle bisherigen Marktforschungen und Analysen in den Schatten stellt. Dann wüssten wir, was die Welt wirklich dringend braucht.
Die Fragen stellten Andreas Kuessner und Felix Teichen
Das Interview können Sie auch als
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Kathrin Hartmann
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