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Das Miteinander geht weiter
Christliche Bewegungen und geistliche Gemeinschaften beraten über Fortgang ihrer Zusammenarbeit. Geplant sind nationale Begegnungen in 2009 sowie eine weitere europäische Großveranstaltung in 2012. Der Koordinationskreis für Deutschland will die Erfahrung der gegenseitigen Befreundung noch mehr an die Basis der Bewegungen bringen.

"Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich.“ Mit dieser Aufforderung Gottes an den Propheten Elias resümierte Thomas Römer vom CVJM München die erste deutschlandweite Begegnung christlicher Bewegungen und Gemeinschaften nach den europäischen Großveranstaltungen im Mai in Stuttgart. Rund 120 Verantwortungsträger aus evangelischen, freikirchlichen und katholischen Gruppierungen hatten sich am Samstag, 8. Dezember, im Konferenzsaal des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in München zusammengefunden, um die zurückliegenden Etappen ihres gemeinsamen Weges auszuwerten und sich mit der Frage zu befassen, wohin die gemeinsame Reise gehen soll.



Foto: Andrea Fleming



Dass die Tagung mit dem Elias-Zitat zusammengefasst wurde, macht deutlich: Der 1999 begonnene Weg geht weiter. Die gemeinsame Basis, so Severin Schmid von der Fokolar-Bewegung, sei tragfähig genug, um miteinander unterwegs zu bleiben und die nächsten Schwerpunkte in den Blick zu nehmen.
Die Rückschau auf die bereits zurückgelegten Etappen dieses Weges machten deutlich, wie viel in diesem noch recht kurzen Miteinander bereits geschehen ist: Angestoßen von der ökumenischen Aufbruchstimmung bei der Unterzeichnung der Rechtfertigungserklärung in Augsburg 1999 hatten die Bewegungen vor genau sechs Jahren, am 8. Dezember 2001, in München ein Bündnis der „gegenseitigen Liebe“ (im Sinne von Joh 13,34) geschlossen. Wechselseitige Besuche, ein tieferes Kennenlernen und – damit einhergehend – der Abbau vieler Vorurteile waren die Folge. Im Mai 2004 hatten in Stuttgart erstmals größere Veranstaltungen auf europäischer Ebene stattgefunden: ein Mitarbeiterkongress sowie eine Großkundgebung in der Stuttgarter Schleyer-Halle unter dem Titel: Miteinander für Europa. Damals – wie auch bei den Folgeveranstaltungen in diesem Jahr in Stuttgart – hatten die über 200 Bewegungen und Gemeinschaften aus nahezu allen großen christlichen Kirchen ihre Bereitschaft bekundet, sich für die Einheit und den inneren Aufbau Europas einzusetzen.

Foto: Andrea Fleming
Neben den großen Kundgebungen – das zeigte die nun erfolgte Bestandsaufnahme – ist auch auf regionaler und lokaler Ebene vieles in Bewegungen geraten. Karlsruhe, Aachen, Dresden, Landsberg, Augsburg sind nur einige der Städte, in denen die christlichen Gruppierungen zueinander gefunden haben und nach Wegen suchen, wie sie gemeinsam ihre Begabungen für ihre jeweilige Stadt noch fruchtbarer werden lassen können.

Nach der europäischen und der regional-lokalen Ebene wollen die Bewegungen nun auch das Miteinander auf nationaler Ebene in den Blick nehmen. Am Rande der Münchner Tagung stellte sich auch der nationale Koordinationskreis der Bewegungen für Deutschland in seiner neuen Zusammensetzung vor. Seine Aufgabe wird es sein, eine für das Jahr 2009 geplante größere deutschlandweite Veranstaltung vorzubereiten. Außerdem wollen die christlichen Gemeinschaften eine Art Schulungskurs entwickeln, mit dessen Hilfe auch die breite Basis der Gemeinschaften noch stärker in den Stil des Miteinanders einbezogen werden kann. Wichtig bleibt dabei das schon historische Grundprinzip des gemeinsamen Wegs: Das Miteinander ist keine Selbstzweck, sondern soll immer einem Ziel dienen, das sich in einem „für“ ausdrücken lässt: „Miteinander für Europa, ... für eine Stadt, ... für ein gemeinsames Eintreten im Dienst an der Gesellschaft.

Foto: Andrea Fleming
Weitergehen wird auch die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. Eine nächste europäische Großkundgebung fassen die christlichen Bewegungen für das Jahr 2012 ins Auge. In der Zwischenzeit wollen sie auch international eine stärkere „Besuchskultur“ entwickeln, um einander noch besser und tiefer kennen zu lernen. Erst dann, so formulierte es eine Teilnehmerin an der Münchener Tagung, kann man die anderen wirklich ins rechte Licht rücken.

Weitere Informationen unter: www.miteinander-wie-sonst.de
 


http://www.fokolar-bewegung.de


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