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(c) privat

 

17. Januar 2008

Schwester Bernadette Brommer stellt
die  »Aktion Auswege« vor.

Neugierig verfolgen die Zuschauer das Gespräch auf der Bühne, daneben beäugen zwei Kameras eines christlichen Fernsehens das Geschehen. Schwester Bernadette stellte die „Aktion Auswege“ vor.

Wie es begann

     2005 meldeten sich im Pfarrbüro von St. Joseph immer mehr arbeitslose Menschen. Ihre Bitte lautet: „Macht doch etwas für uns!“ Daraus entstanden zunächst regelmäßige Treffen. Um den Betroffenen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, starteten Bewerbungstrainings, dazu fertigte man Empfehlungen an Firmen aus.

     „Eines ergibt sich aus dem anderen.“ Ganz bescheiden erläutert die Schwester in Ordenstracht ihre vielen caritativen Projekte. So sehr sich der Moderator auch müht – mehr als eine Handvoll Sätze je Initiative sind ihr nicht zu entlocken. Daß es trotzdem zu einer halben Stunde Interview reicht, liegt wohl daran, daß Schwester Bernadette gleich eine ganze Reiche solcher Projekte angestoßen hat. Da sich die Arbeitslosigkeit auch auf die Familie und ganz besonders auf die Kinder auswirkt, sprang der Bezirksausschuß ein und stellte einen Raum in der Arcisstraße zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der „Münchner Tafel“ gelang es, etwas zur Verbesserung der oft mangelhaften Ernährung zu erreichen.

     Im Laufe der Zeit stießen Spender zur Initiative, Netzwerke und Nachbarschaftshilfen entstanden, eine Psychologin und ein Rechtsanwalt boten freiwillig Hilfe an. Schwester Bernadette fand schließlich Zugang zum Sender „Lora“, wo sie Projekte in der Sendung „Gegensprechanlage“ vorstellen kann. Kurzfilme produzierte sie mit arbeitslosen Schauschpielern, mit denen eine Selbsthilfegruppe gebildet werden konnte. Ein weiteres Projekt dreht sich um gesundes Kochen mit Hartz-IV-Empfängern. Die Idee entstand daraus, daß viele Betroffene mit ihren knapp bemessenen Mitteln oft gar nicht recht wissen, wie man Nahrung gesund und gleichzeitig preiswert zubereiten kann. Schwester Bernadette fahndet noch nach geeigneten Rezepten.

     Die Motivation für die vielen Aufgaben und Projekte liefert ihr ihr Glaube. Ohne den Halt bei Gott käme sie mit den Herausforderungen nicht zurecht. Schwester Bernadette sieht sich nicht von den Menschen, sondern von ihrem Schöpfer abhängig. Die Bibel ist ihr wichtig, jeden Tag liest sie darin. Ihr Motto lautet: „Nicht nur reden, sondern handeln.“ Jeder Mensch habe eine eigene Berufung, jeder könne etwas. Finde man diese Berufung nicht gleich, so könne man eines nach dem anderen durchprobieren.

Zukunftspläne

     Für die nächste Zeit hat Schwester Bernadette große Pläne. Sie sucht ein Haus mit 700 qm. Für das Benedikt-Café. Dort sollen ein Mittagstisch eingerichtet werden, eine Künstleragentur ihren Platz finden, kleine Betriebe und Firmen einziehen usw. Wie sie bei der Suche vorgeht? Eines ergibt sich aus dem anderen.

 

Walter Graßmann

Dr. Annegret Braun (c) privat

 

21. Februar 2008

Sind Sie glücklich?

Über Glücksrezepte & Glückserlebnisse.

 

Referentin des Abends:
Dr. Annegret Braun -
LMU München

Wie werde ich glücklich - oder wie werde ich noch glücklicher? Das sind zentrale Fragen in unserer Zeit. Ratgeber über Glück boomen, und die Zeitschriften locken mit auflagesteigernden Glücksrezepten schon auf der Titelseite. Wie man Glück erlangen kann, das sagen uns auch Glücksforscher, Glückscoaches und inzwischen auch Lehrer, denn Glück bzw. Happiness gibt es inzwischen als Unterrichtsfach. Doch können wir Glücklichsein lernen? Ist Glück machbar? Was ist denn Glück überhaupt?

Eine Gruppe von Studierenden an der LMU wollte es genauer wissen und machte sich unter Leitung von Dr. Annegret Braun auf die Suche nach Glückserlebnissen. Was sie dabei entdeckt haben, erfahren Sie an diesem Abend.  

 

 

© ThiloundBernd

27. März 2008

Comedy-Abend mit ThiloundBernd

Einladung zu einer nicht ganz
ernstzunehmenden Sicht auf
das christliche Leben.

"ThiloundBernd" ...
sind Thilo Krämer (30, München, Single, Werbetexter) und Bernd Bentele (32, Ravensburg, verheiratet, 1 Sohn, Personaler in einer Elektronikfirma).
Die beiden Comedians präsentieren einen bunten Blumenstrauß der guten Laune.

Zum 10jährigen Bühnenjubiläum von
ThiloundBernd geben die beiden nicht nur alles, sondern auch noch Ihr "best of"-Programm zum Besten. Von Impro-Theater über klassische Sketche, bis zu Pantomime und Ausdruckstanz, das Comedy-Duo aus Ravensburg schreckt vor nichts zurück, was mehr oder weniger Tiefgang besitzt. Sie schreiben ihre Stücke selbst, selbstverständlich in allen deutschen Dialekten des In- und Auslandes.

Wir wünschen gute Unterhaltung.

Im Netz:  ThiloundBernd

Im Anschluß einige Photos dieses Abends:

 

ThiloundBernd: Photos (zum Herunterladen)



4. Mai 2008



Stadtspaziergang durch München  

 

12 waagrecht: Bayerisches Wappentier aus der Pfalz? Was war das gleich noch mal? Diese und andere Fragen beschäftigten die Teilnehmer des Spätschicht-Stadtspaziergangs am 4. Mai 2008. Bei strahlendem Sonnenschein ging es vom Gasteig über’s Isartor, den Marienplatz, den Alten Peter zum Jüdischen Museum am St.-Jakobs-Platz.   

Die Geschichten und Anekdoten zur Münchner Stadtgeschichte unter der Anleitung von Walter Graßmann erhielten noch ein besonderes bajuwarisches Flair: Hunderte von Gebirgsschützen zogen zeitgleich mit Marschmusik durch die Straßen der Landeshauptstadt. Es war der Patronatstag der wackeren Schützen, ein Umstand, der anhand der Mariensäule, einiger Stellen aus den Psalmen, sowie aus der Offenbarung und ihrer Bedeutung für Bayern gut aufgezeigt werden kann. Bei einem wohlverdienten Kaffee am Ende der Tour gab es dann noch ein Kreuzworträtsel zur Münchner Geschichte zu lösen. Ach ja, 12 waagrecht: Der bayerische Löwe kommt ursprünglich aus der Pfalz.

 

 

 

24.April 2008

Das Klima: Der Wandel und wir

Referent: Dr. Volker Rapp

 

Schon seit langem ist Archäologen eine ehemalige Wikingersiedlung auf Grönland bekannt. Die Nordmänner lebten in einer entwickelten Zivilisation, die große Ähnlichkeit mit den damaligen Verhältnissen in Europa besaß. Im Laufe des 14. Jahrhunderts änderte sich jedoch das Klima: eine kleine Eiszeit brach aus, die Temperaturen sanken. Eine Zeitlang stemmten sich die Wikingersiedler gegen die Kälte, doch sie konnten ihre althergebrachten Methoden im Ackerbau und Viehzucht nicht denen der offenbar kälteresistenten Eskimos anpassen. Schließlich musste die Siedlung aufgegeben werden.

Auch heute ändert sich das Klima. Dr. Volker Rapp, Physiker, verweist in seiner Präsentation auf die seit 1975 kontinuierlich ansteigende mittlere Jahrestemperatur. Eine der Folgen ist das Abschmelzen des Eises an den Polkappen.

Dies bekommt z.B. Grönland zu spüren. Die Insel ist zu ca. 85 % von Eis bedeckt, der Eispanzer hat z.T. eine Dicke von mehreren Kilometern. Wenn dieses Eis zur Gänze schmelzen würde, dann könnte der Wasserspiegel weltweit um bis zu sieben Meter ansteigen. Dazu müssten die Temperaturen für längere Zeit global um mindestens 2° Celsius ansteigen. Das entstehende Schmelzwasser könnte eine Veränderung der Meereströmungen bewirken. Die Folgen wären nur schwer abzusehen.

Wie aber werden wir mit den Veränderungen umgehen? Halten wir wie die mittelalterlichen Wikinger an unseren eingefahrenen Lebensgewohnheiten fest? Oder finden (und begehen) wir neue Wege?

Nach Einschätzung des Referenten müssen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine wichtige Rolle bei der Lösung der anstehenden Probleme spielen. Bemerkenswert jedoch ist, so Volker Rapp, dass jeder einzelne persönlich sehr viel zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen könne, ohne zuerst die große Politik und die Wirtschaft bemühen zu müssen.

So kann bei neuen Häusern der Einbau einer Wärmepumpe den Verbrauch von Heizenergie deutlich senken. Die Bepflanzung kahler Flächen trägt auch in Mitteleuropa zur Kühlung der Umgebungstemperatur bei. Oder einfach mal abschalten: Laut focus.de tragen „elektronische Geräte, die nicht ausgeschaltet werden", 4,5 % zum deutschen Stromverbrauch bei. Umgerechnet sind das alleine Kosten von jährlich ca. 2,5 Mrd. Euro.
                                                                                                    Walter Graßmann

Klimavortrag: Bilder (zum Herunterladen)



26. Juni 2008



Quelle: AZ, 08.05.08, S.22
Dr. Herbert Lauenroth

 

Durchlichtete Nacht -
Anmerkungen zu Franz Kafka

Das hätte ihm sicherlich gefallen: eine „Spätschicht“, die ihm, Franz Kafka, gewidmet ist und seinem Leben und Werk nachspürt. Denn der Prager Autor verstand sich als „Arbeiter der Nacht“, der eine traumschwere und dabei taghelle Eigenwirklichkeit des Abgründig-Geheimnisvollen, zwischen Heiterkeit und Verzweiflung, Blendung und Vision entwarf.

Wir wollen uns Kafka an diesem Abend denn auch als Zeuge einer immer wieder in seinen Tagebüchern, Briefen, Aphorismen, Erzählungen und Romanfragmenten anvisierten Wahrheit des „Unzerstörbaren“ nähern; einer Hoffnung oder Zuversicht, die auf verborgene, vergessene oder gar verdrängte Ursprünge des Menschen anspielt und sie inmitten einer zunehmend ges(ch)ichtslosen Welt unausgesetzt aufleuchten lässt. Dabei überrascht Kafka mit ebenso bizarren wie lakonischen Wendungen und gänzlich unvermuteten Erkenntnisschüben; geläufige, zuweilen auch ideologisch erstarrte Denk- und Lektürebahnen werden auf diese Weise verschiedensten Um- oder Abwegen überantwortet und so ganz neu in den Blick genommen. In dieser Hinsicht ist Kafka ein bleibend zeitgenössischer Autor, der ganz unterschiedliche Ansätze bzw. Schulen der Interpretation herausgefordert und in ihrem Machtstreben nach alleiniger Deutungshoheit abgewiesen hat: existenzialistische, tiefenpsychologische, theologische, postmoderne und esoterische Modelle einer „Lesbarkeit der Welt“, die sich an seinem Werk versucht haben.

 

Der Mensch“, schreibt Kafka in seinen „Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg“, „kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können. Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen persönlichen Gott. .... Theoretisch gibt es eine vollkommene Glücksmöglichkeit: An das Unzerstörbare in sich glauben  - und nicht zu ihm zu streben. Diese unüberwindliche Nähe des Menschen zu sich selbst, der Welt und (s)einem möglichen Schöpfer kennzeichnet Kafkas Universum. Hier gründet die Fülle der Ausdrucksmöglichkeiten des Autors. Das Subjekt bleibt dabei immer - wie etwa in Kafkas berühmtester gleichnamiger Parabel - „vor dem Gesetz“; die „Schwelle der Hoffnung“ wird nicht überschritten – und gibt sich gerade in dieser Unüberschreitbarkeit als Chiffre oder Schauplatz einer anderen, vielleicht auch einfach anders-gläubigen Erwartung und Zuversicht zu lesen. Nicht zuletzt davon soll im Rahmen dieser „Spätschicht“ die Rede sein.

   Datum: 26.06.08
   Zeit: ab ca. 20:00 (18:30 Einlaß)

Dr. Herbert Lauenroth
ist Bildungsreferent am Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring (bei Augsburg), freier Autor und Übersetzer




Veranstaltungstip

Für die Zwischenzeit sei auf eine Ausstellung im Münchner Literaturhaus hingewiesen, in der zum Anlaß seines 125. Geburtstages über sein Leben, Zeitgenossen und Wirkunsstätten in Wort und Bild informiert wird.

     Ausstellung: Kafkas Welt - Sein Leben in Bildern
     Ort:   Literaturhaus München (Salvatorplatz)
     Zeit: bis zum 3. August 2008

 

Kafka-Abend: Bilder (zum Herunterladen)



10.07.2008



© ojc

 "Vom Unbehagen der Geschlechter: Chancen und Risiken von Gender-Mainstreaming und Gender-Ideologie"

Referentin: Dr. Christl Ruth Vonholdt, Reichelsheim

"Gender-Mainstreaming", der neue politische Trend, entstanden aus Bewegungen der Gleichberechtigung, Emanzipation, und Political Correctnes hat seine Ziele nicht nur in der Gleichberechtigung der Geschlechter gesetzt, sondern schießt darüber hinaus, indem es das Geschlecht als gesellschaftliches Konstrukt (der Unterdrückung) betrachtet, das aufgelöst gehört. Dies geschieht inzwischen durch breitgefächerte politische, erzieherische und mediale Aktionen, die noch im Verborgenen laufen. Doch neben den hehren Zielen wurde auch auf die Spätfolgen hingewiesen, denn Kinder, die ohne feste Rollenvorbilder / intakte Familien aufwachsen werden später mit Verunsicherung zu kämpfen haben.

Dr. Christl Ruth Vonholdt, Leiterin des "Deutsche Insitut für Jugend und Gesellschaft" (Reichelsheim) führte ruhig und ausführlich durch das überaus interessante Thema.
Das  DIJG forscht und informiert über zukunftsfähige Lebensgrundlagen in den Bereichen Identität, Sexualität, Ehe und Familie, Anthropologie.

Mitschnitt:
Ein Mitschnitt dieses Abends ist an der Rezeption des  CVJM-Hotels für 2,-€ bestellbar.

Bücher:

  • Christl Ruth Vonholdt (Ed.): Striving for Gender Identity: Homosexuals and Christian Counseling. A workbook for the Church. Reichelsheim 1996, Selbstverlag
  • Christl Ruth Vonholdt, Gerhard Besier und Hermann Klenk: Christliche Hoffnung, Weltoffenheit, Gemeinsames Leben. Gelbe Mammuts auf dem Berg. Festschrift für Horst-Klaus Hofmann, Brunnen-Verlag, Gießen 1998, ISBN 3-7655-6326-9
  • Christl Ruth Vonholdt, Andreas Laun, Norbert Geis et at. (Hrsg.): Homo-Ehe. Nein zum Ja-Wort aus christlicher Sicht. Zisterzienserkonvent Langwaden, 2001, ISBN 3-934551-34-3
  • Vonholdt, Christl (Hrsg.): „Verwundete Weiblichkeit” -  Homosexuell empfindende Frauen verstehen, Brunnen Verlag Gießen 2005, ISBN 3-7655-1348-2

Sonstige Veröffentlichungen:

  • Dr. Christl Ruth Vonholdt: Bulletin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, Reichelsheim (erscheint zweimal jährlich)

Gender-Mainstreaming: Bilder (zum Herunterladen)



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Tel. 089 38909173

Wo?
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