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Der gute Hirte



Das Bild vom guten Hirten begegnet uns in der Bibel häufig. Entspringt es doch einer Alltagssituation, die die Menschen der damaligen Zeit gut kannten. Aber können wir heute damit noch etwas verbinden?

Menschen von heute sind eher unabhängig, stehen auf eigenen Beinen und gestalten Gegenwart und Zukunft nach eigenen Vorstellungen. Ist es wirklich so?

Was ist mit denen, die sich mit der verwirrenden Komplexität unserer Zeit schwer tun? Sei es in undurchschaubaren wirtschaftlichen Zusammenhängen, im Angebot an technischen Geräten für den Alltag, bei den Formen, wie gemeinsames Leben in Ehe und Familie gestaltet wird, oder wo und wie sich ein alt werdender Mensche vorfindet. Sicher gibt es darüber hinaus auch noch viele andere Felder, die hier nicht genannt sind.

Was ist mit denen, die in diesen Zusammenhängen virtuos agieren und doch immer mehr das persönliche Empfinden haben, dass etwas fehlt?

Ist der Ruf nach dem einen „Starken“, der alles wieder überschaubar und verstehbar macht, auf diesem Hintergrund nicht verständlich?

Die gute Nachricht heißt: Es gibt ihn tatsächlich! Es ist dieser gute Hirte, den schon die ersten Christen als Bild für ihren Glauben an den liebenden Christus vor Augen hatten. Das Bild zeigt eine Statue aus dem 4. Jahrhundert, die in den Kallixtus-Katakomben in Rom zu sehen ist. Ein starker Hirte, der eines seiner Schafe auf der Schulter trägt. Ein selbstbewusst wirkendes Schaf, das die ungewohnte Perspektive zu genießen scheint. Ein Schaf, das diesen Platz auf der Schulter seines Hirten mit Freude und einem gewissen Stolz einnimmt. Einen Hirten zu haben, der mich mit starker Hand aufhebt und trägt, mir neue Übersichten verschafft und mich seine Nähe auf diese Weise spüren lässt.  Wer möchte das nicht?

Das Angebot von Jesus Christus gilt allen Menschen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Dies gilt den Starken, wie den Schwachen. Wer dieses Angebot annimmt wird mit neuen „Aussichten“ sein Leben gestalten können, wird erfahren, dass verwirrendes wieder klarer wird. Die Liebe dieses guten Hirten, Jesus Christus, kann alles verändern und führt heraus aus einem zappeligen Unfrieden, hinein in eine Geborgenheit, die uns wieder fähig macht für ein liebevolles, barmherziges Miteinander. Dafür hat dieser gute Hirte sein Leben gelassen. Mit weniger war es nicht zu machen. Für jeden von uns.

In unseren Angeboten, die sie auf dieser Internetseite und auch im gedruckten Programmheft „unterwegs“ finden, wollen wir Sie mit diesem guten Hirten bekannt machen. Lieben kann ich nur das, was ich kenne. Ich wünsche Ihnen allen eine gute und erholsame Sommer- und Urlaubszeit. 

Ihr

Günter Pfauth

 

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