

Mit einer Reise nach Dresden vom 4.5.-9.5. bot der Erwachsenentreff 34 Teilnehmern eine schöne Gelegenheit, diese Stadt und ihre Umgebung kennenzulernen. Als komfortable Unterkunft diente das CVJM-Jugendschiff, ein umgebauter ehemaliger Ausflugsdampfer, der am Elbufer nahe der Altstadt verankert ist. Von hier aus unternahmen wir bei prächtigem Wetter, teils zu Fuß, aber auch mit Straßenbahn, Bus und S-Bahn viele kleine und größere Ausflüge.
Erstes Ziel war das Stadtzentrum mit seinen berühmten Bauten (Semperoper, Zwinger, Schloss, Kathedrale, Kreuzkirche, Frauenkirche, u.a.), die im Krieg weitgehend zerstört worden waren, aber in alter Schönheit wieder aufgebaut werden konnten. Dabei hatten wir in Frau Kreher eine kenntnisreiche Stadtführerin, die (Jahrgang 1930, aber erstaunlich rüstig!) neben Ereignissen der älteren Geschichte auch vieles aus eigenem Erleben berichten konnte.
Weitere Ausflüge führten zum "Großen Garten", zu den sehenswerten Stadtteilen Blasewitz und Lochwitz, zur Baustelle der umstrittenen Waldschlösschenbrücke und zum Schloss Pillnitz. Wir ließen uns auch nicht aufhalten, als wegen eines Bombenalarms viele Straßen in der Innenstadt gesperrt werden mussten.
An den beiden folgenden Tagen fuhren wir elbaufwärts und wanderten in der malerischen sächsischen Schweiz (Bastei, "Schwedenlöcher", Amselgrund, Burg Königstein, Bad Schandau, "Kuhstall", Himmelsleiter), und wir waren sehr beeindruckt von den frühlingsgrünen Mischwäldern, den steil aufragenden Felsen und der Flusslandschaft des Elbtals. An mehreren Stellen wurden wir aber auch an die große Flut von 2002 erinnert, bei der die Elbe fast 10 Meter über den normalen Pegel angestiegen war und große Schäden verursachte.
An den Abenden gab es auf dem Schiff Begegnungen und Gespräche mit interessanten Gästen,
die uns von Otmar Witzgall vermittelt wurden, den viele von uns aus seiner Münchner Zeit kennen. So berichtete das Ehepaar Seifert (sie ist Musiklehrerin, er Orchestermusiker), über seine früheren Lebensumstände als Christen in der DDR, und Sabine Ball, die Gründerin des Vereins "Stoffwechsel", erzählte aus ihrem Leben und stellte uns die Arbeit dieses Vereins vor, der auf christlicher Basis versucht, verwahrlosten und gefährdeten Jugendlichen eine Ersatzheimat zu bieten und ihnen zu einer lebenswerten Zukunft zu verhelfen.
Den Abschluss der Reise bildete ein Ausflug zum Jagdschloss Moritzburg mit seiner reizvollen Park- und Seenlandschaft und nach Meißen mit Besichtigung der Porzellanmaufaktur, der Altstadt und des Burgbergs (Dom, Albrechtsburg, und ein Café mit herrlicher Aussicht auf die Stadt und das Elbtal). Und als Krönung dieses Tages und der ganzen Reise gab es dann am Abend noch eine Aufführung des Balletts "Dornröschen" in der Semperoper.
Siegfried Geckeler