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Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig

Die Jahreslosung 2012 lautet:

 

Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.


Zu allen Zeiten gelten die Starken als Vorbilder, in früheren Zeiten oft Krieger, heute die Leistungssportler. Und vieles ist an diesen Sportlern vorbildlich, nicht nur bei den erfreulich zahlreichen, die sich zu Jesus Christus bekennen. Die Jahreslosung weist darauf hin, dass bei Gott auch der Schwache wertvoll ist.

 

Wenn Segen von Gott, wenn Kraft des Himmels, wenn Predigt zur Wirkung kommen soll, ist ein Starker meist ein Hindernis. Deshalb gebraucht Gott zur Ausbreitung seines Reiches die Schwachen. Von diesen geht Segen aus. Dies zeigt Paulus mit seinem Leben und beispiellosen Wirken. Dies zeigen auch Erfahrungen vieler heutiger Christen.

 

Der vollständige Vers, aus dem die Jahreslosung entnommen ist, 2. Korinther 12,8, lautet:

 

Und der Herr hat zu mir gesagt: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“


Dieser Vers gibt Anteil an einem sehr persönlichen Gespräch von Paulus mit Jesus, seinem Herrn. Paulus erleidet körperliche Schmerzen. Er spricht von einem Pfahl im Fleisch. Er fleht dreimal zu Gott, die Schmerzen wegzunehmen. Und nun diese Antwort. Paulus schreibt: „Und er hat zu mir gesagt“. Er, sein Herr – Jesus – redet so mit seinem Diener und Freund. Wahrscheinlich hat Jesus auf sein eigenes Leiden und Sterben hingewiesen. Diesen Gedanken drückt eines unserer Lieder aus, das zu dieser Bibelstelle gehört:

 

„Hab Dank von Herzen Herr, hab Dank du Heiliger, hab Dank, denn du gabst Jesus, deinen Sohn. In ihm spricht der Schwache: „ich bin stark“ und der Arme: „ich bin reich“, denn was er am Kreuz getan ist mein.


In der Niedrigkeit, der Schwachheit Jesu am Kreuz ist der größte Sieg: Der „Triumph des Gekreuzigten“ ereignet sich nicht erst bei der Auferstehung am Ostermorgen. Das Leiden und Sterben Jesu ist die Grundlage der biblischen Botschaft von der Errettung der Einzelnen und der ganzen Menschheit. Dorther kommt die Kraft, von der wir leben. Dem stellvertretenden Leiden Jesu braucht der Glaubende nichts hinzuzufügen. Dennoch wird in der Bibel und in der Geschichte der Kirche von Männern und Frauen berichtet, deren Leiden anderen geholfen hat. Sie wurden Zeugen – griechisch Märtyer – des Gekreuzigten und Auferstanden.

 

Wichtig ist auch der erste Teil des Wortes Jesu: Lass dir an meiner Gnade genügen. Das ist echter Trost. Und es ist alles Gnade – diese genügt in jeder Lebenslage und von dieser leben wir, auch 2012.

 

Ihr

Werner Hübner

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