CVJM Dreieck

Christlicher Verein Junger Menschen München e.V.

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Titel: CVJM München e.V.: Auf ein Wort - Ich will's tun-sei rein!

URL: www.cvjm-muenchen.org/de/service/auf-ein-wort/2-2008/


Der Aussätzige jammerte Jesus und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: Ich will's tun; sei rein! Markus 1,41


Als ich vor einigen Tagen diesen Text in der Losung las, fiel mir sofort wieder eine Waschmittelwerbung aus den 80ziger Jahren ein, dass dieses Produkt nicht nur sauber, sondern rein wäscht.
Vielleicht kannte die Werbeschönheit Klementine mit der Latzhose und dem karierten Hemd auch diese bekannte Bibelstelle und wollte uns noch deutlicher sagen, dass nur eine äußerliche Sauberkeit nicht ausreichend  sein wird.

Worum geht es hier in den wenigen Sätzen? Ein Aussätziger, der sich von anderen Menschen fernzuhalten hatte und sonst ständig rufen musste „Unrein –Unrein!“ sieht Jesus von Nazareth umringt von einer Menschentraube daherkommen.
Für diesen Mann, der durch seine Krankheit von allem Lebenswerten wie Gesellschaft, Beruf, Freunden und dem Gottesdienstbesuch ausgeschlossen war, sieht in Jesus die letzte Chance seines Lebens. Entgegen allen Geboten läuft er auf Jesus zu und wirft sich vor ihm nieder.
Ich kann mir gut vorstellen, wie die Menge um Jesus ruckartig zurückweichte, als dieser Aussätzige sich vor Jesu niederwirft und in anfleht.
Das darf doch nicht wahr sein,  dieser „Abschaum“ wirft sich vor dem heiligen Rabbi nieder und wagt es auch noch ihn anzusprechen? Während die Menge nach Fassung ringt bittet dieser:  „Willst du, so kannst du mich reinigen!“
Offensichtlich ist Jesus weder entsetzt noch überrascht, denn es heißt, „es jammerte ihn“ und es passiert das unfassbare  - ER streckte die Hand aus rührte diesen Aussätzigen an und spricht: „ich will’s tun, sei gereinigt!“

Ich sehe die Menge vor mir, denen das Entsetzen ins Gesicht gemeißelt ist, an Jesus und diesen aussätzigen Mann, an dem  sich durch die Berührung wie in Zeitlupe das Wunder Gottes offenbart.

Was hier nicht explizit erwähnt wird, aber im folgenden Kapitel bei dem Gelähmten, den die Freunde durchs Dach hinunterließen gesagt wurde, gilt auch für den Aussätzigen: „Dir sind deine Sünden vergeben!“
Er wurde nicht nur äußerlich von den Pestbeulen und dem Lepraausschlag  befreit, sondern auch innerlich von seinen Sünden  gereinigt, durch den Glauben an diesen Jesus von Nazareth.

Wenn heute unsere Sünden auf unserer Haut sichtbar wären, müssten viele, mich eingeschlossen, immer wieder „Unrein, Unrein“ schreien und auch wir wären ausgestoßen von dem so wunderbaren lebenswerten Leben.

Dabei gibt es, Gott sei Dank, einen Platz wo uns geholfen wird, wo die Wunden gereinigt und verbunden werden und die Beulen abschwellen können. Dort dürfen wir auch das schmutzige- gegen das blütenweiße Gewand eintauschen. Das ist der Ort, wo der gekreuzigte Jesus unsere Sünde durch Blut bedeckt und uns wirklich rein wäscht.

Ihnen eine gesegnete, nachösterliche Zeit.
Ihr Klaus Priebe

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